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Und das vor unserer Tür

Dies ist eine Reportage über Sizilien. Aber Sie werden vergebens darin nach der Sonne und dem Frühling suchen, den uns die Reiseprospekte verheißen. Es ist ein schrecklicher Bericht über eine Welt, deren Elend zum Himmel schreit. Und das geschieht nicht fern in Indien oder im Innern Afrikas, sondern in einem christlich-demokratisch regierten NATO-Staat. Unmittelbar vor unserer Tür.

Und das vor unserer Tür

Stern, Heft 13, 26. März 1960 „Wir können den Leuten diesen Gestank nicht zumuten“, sagte Claude, als wir endlich vor der chemischen Reinigungsanstalt in Agrigento angekommen waren. „Sie werden uns rauswerfen.“„Dann können wir auch in kein Hotel mehr gehen“, antwortete ich, „denn wir riechen nicht besser als unsere Kleider. Komm, wir müssen es versuchen, sonst haben wir überhaupt nichts mehr…

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Wer redet, hat sein Leben verwirkt

Stern, Heft 14,  2. April 1960 Sizilien 1960. Arbeitslosigkeit scheint nur deshalb die Krankheit industrieller Länder zu sein, weil sie dort statistisch erfasßt wird. In landwirtschaftlichen Gegenden wie Sizilien trägt der Arbeitslose andere Namen: Schuster, Handlanger, Bettler, Frisör, Schneider oder Schmied sind hier meistens n u r Titel ohne Arbeit, kläglich klingende Hoffnungen leerer Hände und Mägen. In Bisacquino, einen…

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Blut ist billiger als Geld

Stern Heft 15,  9. April 1960 Für den Westen mag es unbequem sein, zuzugeben, daß es ein menschliches und politisches Verbrechen ist, jene materiell und moralisch zu unterstützen, die auf Sizilien ausbeuterisch Armut schaffen und sich dabei unseres Namens bedienen. Menschlich, weil die Not mordet. Politisch, weil das Elend zum Kommunismus treibt. Die beiden Väter erhoben ihre Gläser. „Figli Maschi“,…

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Die Mafia regiert Sizilien

 Stern, Heft 16, 16. April 1960 Durch die Weltpresse ging vor kurzem die Meldung, daß vier Mönche eines sizilianischen Kapuzinerklosters wegen Erpressung, Mithilfe bei Morden und Brandstiftung verhaftet worden sind. Die Stern-Reporter Gordian Troeller und Claude Deffarge besuchten diese Mönche zehn Tage vor ihrer Verhaftung. Dieser Besuch unserer Reporter mag mit dazu beigetragen haben, daß viele seit Jahren bekannte Verbrechen…

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